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Wenn Babys zahnen

Liebe Eltern!

Der erste Zahn kündigt sich an! Ein weiterer aufregender Meilenstein im Leben eines Babys (und seiner Eltern).

Die Zeit des Zahnens beginnt

Laut der Bundeszahnärztekammer bricht der erste Milchzahn durchschnittlich um den 6. Lebensmonat herum durch. In der Regel ist das ein Schneidezahn. Es gibt aber auch Kinder, die bereits mit Zähnen auf die Welt kommen. Die Angaben dienen alle nur der Orientierung. Lasst euch nicht beunruhigen, wenn euer Kind früher oder sehr viel später den ersten Zahn bekommt. Bis zum Ende des 3. Lebensjahres sind dann meist alle 20 Milchzähne da.

Leider sind beim Durchbruch der Zähne häufig Begleiterscheinungen wie Schmerzen, vermehrter Speichelfluss, Schlafstörungen usw. an der Tagesordnung.

 

Manche Kinder leiden in dieser Zeit unter Fieber oder Durchfall. Doch dies liegt nicht allein an dem Zahnen. Brechen die Zähne durch, kann das Immunsystem geschwächt sein. Es kann zu leichten Infekten kommen, die die genannten Symptome mit sich bringen. Außerdem fällt in die Zeit des Zahnens häufig auch die Ernährungsumstellung von Muttermilch oder Ersatzmilch auf festere Nahrung. Der Organismus des Kindes hat einiges zu verarbeiten. (Hält der Durchfall oder das Fieber an, muss das Kind dringend einem Arzt vorgestellt werden!)

Die Kinder brauchen viel Nähe und Co-Regulation von den Eltern, um mit der für sie neuen Situation umgehen zu können.

Es gibt hier eine Vielzahl von Hilfsmitteln, die wir ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen wollen. Solltet ihr weitere Fragen haben, sprecht bitte mit euren Kinderärzt:innen, sie können euch bestimmt weitere Tipps geben.

Beißringe/Beißketten

Viele Kinder kauen auf Fingern und Gegenständen, um sich die Schmerzen zu erleichtern. Um die Kinder in diesem Prozess zu unterstützen, sind Beißringe und Beißketten quasi "in aller Munde".

Öko-Test hat im Februar 2020 insgesamt 20 solcher Zahnungshilfen getestet. Manche waren mit einem Kissen aus Kühlflüssigkeit ausgestattet. Wichtig ist bei dieser Art der Zahnungshilfe, dass diese niemals in den Gefrierschrank gelegt werden dürfen, da die Benutzung zu Erfrierungen führen kann. Die Aufbewahrung im Kühlschrank ist völlig ausreichend und kann dem Baby Linderung verschaffen.

Alle Zahnungshilfen sollten regelmäßig gereinigt werden. Auf der Verpackung steht meist ein Hinweis zur Pflege, laut Öko-Test ist es jedoch ausreichend, die Gegenstände mit warmem Wasser abzuspülen. Auskochen oder das Erwärmen in der Mikrowelle können das Material zerstören und damit die Sicherheit gefährden. Daher sollten die Zahnungshilfen zusätzlich unbedingt regelmäßig auf Verschleiß, also Beschädigungen und/oder Risse überprüft und gegebenfalls ausgetauscht werden!

Leider wurden in manchen Produkten Schadstoffe gefunden. Vor allem, da die Babys die Beißringe in den Mund nehmen, sie einspeicheln und darauf herumkauen, ist das natürlich ein No Go, denn so gelangen die Schadstoffe direkt in den Körper des Kindes.

Empfehlungen spricht Öko-Test den Beißringen aus Naturkautschuk oder Holz und Textil aus. Diese kommen ohne Plastik und Silikon aus und sind insgesamt unbedenklicher.

Allerdings sollte auch hier auf das Material und die Herkunft geachtet werden! Die Hersteller geben in den Produktbeschreibungen viele Informationen mit. Wir haben selbst lange nach geeigneten Beißringen für unsere InnerMe Boxen recherchiert und haben neben dem klassischen Holz-Beißring zwei besondere Beißringe aus Silikon von ARK, die gerne von Logopäd:innen eingesetzt werden. Der Grabber® von ARK fördert dabei besonders vielseitig die Orale Exploration, da er sowohl die hinteren Backenzähne erreicht, als auch mit der texturierten Oberfläche die Mundwahrnehmung spielerisch fördert.

Schaut doch bei uns im Shop vorbei und sucht einen passenden Beißring für euer Kind aus.

Bernsteinketten

Beliebt sind nach wie vor Bernsteinketten, bei denen durch die Körperwärme ätherische Öle freigesetzt werden sollen, die das Baby beim Zahnen unterstützen. Das ist jedoch wissenschaftlich NICHT bewiesen!

VORSICHT! Wir raten dringend vom Gebrauch von Bernsteinketten ab, denn die Strangulationsgefahr durch die Kette um den Hals des Kindes ist sehr hoch (beim Schlafen, beim Rennen und Hängenbleiben). Außerdem ist es denkbar, dass sich die Schnur löst und das Baby die Steine verschluckt.

Veilchenwurzeln

Auch Veilchenwurzeln werden Babys gerne zum Kauen beim Zahnen gegeben. Diese sind allerdings ebenfalls UNGEEIGNET, da sie schnell und leicht von Keimen besiedelt werden, die das Kind dann über den Mund aufnimmt. Auskochen tötet leider nicht alle Keime ab, zudem besteht auch hier die Gefahr, dass sich Stücke der Wurzel lösen und vom Kind verschluckt werden.

Wie ihr seht, gibt es eine große Auswahl (und noch viel mehr auf dem Markt) – genau das macht es oft so schwer, das Beste für das Kind auszusuchen.

Wie immer empfehlen wir trotz alledem eins: Beobachtet euer Kind und geht auf die Bedürfnisse eures Kindes ein. Ihr kennt es am besten und wisst, was gut für euer Kind und für euch ist. Hinterfragt angebotene Hilfsmittel und wägt ab, was wirklich hilfreich ist und versucht, euch nicht von der Werbung oder von Sprüchen von außen von eurem Weg abbringen zu lassen.

Das Wichtigste zusammengefasst

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